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14. Oktober 2008

Energiesparen einmal vorgemacht

Die Hagener Grünen machen es vor

Die Hagener Grünen haben am Freitag den 10. Oktober 2008, ein Vorzeigeobjekt am Bückersberg besichtigt. Dazu hatte der Ortsverband öffentlich eingeladen. Gemeinsam mit vielen intressierten Bürgern aus Hagen, Lienen und Lengerich wurden vor Ort die Vorzüge alternativer Energieerzeugung erläutert.

Schwerpunkt der Besichtigung zusammen mit den Ortsverbandsvorsitzenden Georg Hehemann und dem 1.Kassierer Manfred Tobergte war die bisher in Hagen einzigartige Anlage, die bei Manfred Tobergte am Buchenkamp installiert ist. Es handelt sich um ein System der Solarenergiegewinnung, verbunden mit einer Wärmedämmung von Dach und Wänden. Hierbei sind die Solarzellen auf dem Dach mit einer Photovoltaikanlage gekoppelt und zusätzlich mit einer Dachs-Kraft-Wärme-Kopplung verbunden.

So eine Anlage gilt als Vorreiter in der modernen Brennwerttechnik. Denn sie zeichnet sich zum einen durch hohe Effizienz und zum anderen durch Zuverlässigkeit bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe aus.

Generell können durch Solarenergie, die ein Heizsystem auch nur ergänzen kann, bis zu 35 Prozent der Gesamtheizkosten eingespart werden. Solarenergie unterstützt die Brauchwassererwärmung und die Heizung an sich und ist mit jedem Heizsystem kombinierbar. Die niedrigen kosten im Verbrauch sind der Nutzung kostenloser Umweltenergie geschuldet, Sonnenstrahlen müssen nicht bezahlt werden.

Der Begriff "Photovoltaik" steht für die Umwandlung von Licht in elektrische Energie und ist aufgrund der Kraft- Wärme- Kopplung ein Multitalent mit vierfachen Nutzen. Denn die Kraft- Wärme- Kopplung  liefert nicht nur Warmwasser, Raumwärme und Strom für den Eigenbedarf und eventuell ein Elektro- Auto, sondern auch Strom, der ins Netz eingespeist und vergütet wird.

Die Wärme, die ein konventionelles Kraftwerk in die Luft bläst, würde ausreichen, um ganz Deutschland zweimal zu beheizen.

Georg Hehemann zitierte in diesem Zusammenhang Professor Klaus Traube, den ehemaligen Direktor des Bremer Instituts für Energiewirtschaft:"Die Verbreitung der Kraft-Wärme-Kopplung ist für die Welt unserer Kinder wichtiger als die Entdeckung eines neuen Sterns."

 

 

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